Eine eher unter den Insidern und Uhrensammlern bekannte Marke ist die CWC Watch – CABOT WATCH COMPANY, seit 1972 einer der offiziellen Versorger der britischen Streitkräfte mit Armbanduhren. Die Uhren werden in der Schweiz hergestellt und über die Fa. Silvermans (welche mittlerweile auch Eigentümer ist) verkauft. Dabei werden u.a. die Royal Air Force, die British Army und die Royal Navy beliefert. Silvermans beliefert die Britischen Streitkräfte nicht nur mit Uhren, sondern liefert auch andere Ausrüstung, wie Schuhe, Jacken, Taschen und dergleichen.
Die Firma CWC Watch Company wurde von Herrn Ray Mellor gegründet. Dieser kam von der Firma Hamilton (damals Uhrenlieferanten für die Britische Armee). Hamilton beendete 1972 diese Geschäfte und Ray Mellor hat seine eigene Uhrenmarke für England gebaut. Er bemühte sich mit der Marke CWC um die Verträge die durch den Rückzug von Hamilton frei wurden und bekam den Zuschlag. Die W10 (Handaufzug) Uhr war ab 1973 die Standarduhr für die Britische Armee.
Im Jahr 2002 zog sich Ray Mellor geschäftlich zurück und verkaufte die Fa. CWC an seinen damaligen Vertriebspartner Silvermans.
Inhalt
CWC British Army Watch: Ein zuverlässiger Begleiter für das britische Militär
Die CWC British Army Watch ist eine Uhr, die speziell für den Einsatz beim britischen Militär entwickelt wurde. Mit ihrer robusten Bauweise und präzisen Zeitmessung ist sie ein unverzichtbares Werkzeug für Soldaten im Einsatz. Die Uhr verfügt über verschiedene Funktionen, die den Anforderungen im Feld gerecht werden, wie zum Beispiel eine gute Ablesbarkeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen und eine hohe Wasserdichtigkeit.
Dank der langjährigen Erfahrung von CWC in der Herstellung von Militäruhren können Soldaten sich auf die Zuverlässigkeit dieser Uhr verlassen. Die CWC British Army Watch ist nicht nur funktional, sondern auch stilvoll gestaltet und kann sowohl im Dienst als auch in der Freizeit getragen werden.
CWC löst die Rolex Milsub bei der Navy ab
In den 1970er-Jahren verließ sich das britische Verteidigungsministerium (MoD) für die Spezialtaucher der Royal Navy auf die legendäre Rolex Submariner (MilSub). Diese Modelle (wie die Referenzen 5513 und 5517) wurden speziell modifiziert: Sie besaßen feste Stege für NATO-Armbänder, prägnante Schwertzeiger und eine voll graduierte Lünette. Trotz ihrer extremen Zuverlässigkeit wurden Anschaffung und Wartung der mechanischen Luxusuhr Ende des Jahrzehnts für das militärische Budget schlicht zu kostspielig.
Hier kam die 1972 von Ray Mellor gegründete Cabot Watch Company (CWC) ins Spiel. CWC hatte sich darauf spezialisiert, Uhren exakt nach den Spezifikationen des MoD herzustellen – ohne den Aufpreis einer zivilen Luxusmarke. Im Jahr 1980 löste die CWC Automatic Royal Navy Diver die Rolex MilSub offiziell ab. Sie übernahm Kernmerkmale wie feste Bandstege, eine hohe Wasserdichtigkeit und hervorragende Ablesbarkeit, bot dem Verteidigungsministerium jedoch ein deutlich wirtschaftlicheres Gesamtpaket.
Bereits 1983 vollzog CWC den nächsten logischen Schritt für den militärischen Einsatz und stellte die Taucheruhr auf ein Quarzwerk um. Die CWC RN Quartz Diver war noch unempfindlicher gegen Stöße, erforderte kaum Wartung und war jederzeit einsatzbereit. Während die ausgemusterten Rolex MilSubs heute zu den seltensten und teuersten Sammlerstücken der Welt gehören, blieb die CWC RN Diver über Jahrzehnte hinweg das funktionale Arbeitstier der britischen Marinetaucher.
Eine kleiner Ausschnitt der angebotenen Uhren von CWC
Mechanical general service watch 1970s
Die sogenannte W10 Armbanduhr von CWC war ab 1973 die Standarduhr für die Armee, sie besaß ein Handaufzugswerk. Sie hat das klassische Militärdesign und Acrylglas. Das Zifferblatt ist sehr einfach und gut ablesbar gestaltet. Sie wird zu 100% in der Schweiz gefertigt und es werden nur Teile aus der Schweiz verwendet.
Current British army quartz general service watch
Die Quarz Variante der W10 ist derzeit die Standard Armbanduhr für die Britische Armee. Auch diese Uhr hat ein klares schlichtes Design ist einfach ablesbar und hat ein Acrylglas. Die Besonderheit dieser Uhr ist ein Servicedeckel zum Wechseln der Batterie. D.h. die Uhr muss für das Wechseln der Batterie nicht geöffnet werden.
Royal Navy divers automatic watch silver without date
Diese CWC Taucheruhr wurde nach den Vorgaben des britischen Militärs gefertigt und hat kein Datum. Diese Armbanduhr war für ca. 1 Jahr im Einsatz beim Militär und löste die Rolex Submariner Automatic in den frühen 80er Jahren ab.Allerdings wurde sie relativ rasch durch die CWC RN quartz Taucheruhr abgelöst, welche auch noch heute bei der Royal Navy im Einsatz ist.
1970 re-make mechanical chronograph
CWC hat diesen Chronograph in den 70er Jahren produziert und er war bei der Regierung Ihrer Majestät im Einsatz. Die alten Modelle sind extrem gefragt, aber am Gebrauchtmarkt kaum mehr zu bekommen, daher wurde diese Armbanduhr von CWC nach der alten Spezifikation neu aufgelegt. Im Inneren werkelt ein mechanisches Uhrwerk genauer eine Valjoux ETA 7760 mit Handaufzug.
Sollten Sie zusätzliche Hintergrundinformationen zum Unternehmen CWC bzw. den CWC Armbanduhren haben, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme sehr freuen.
CWC Diver’s Watch Automatic: Die perfekte Wahl für Taucher
Die CWC Diver’s Watch Automatic ist eine hervorragende Wahl für alle Taucher und Wassersportler, die auf der Suche nach einer hochwertigen und zuverlässigen Uhr sind. Mit ihrem präzisen Automatikwerk und der robusten Konstruktion ist diese Uhr perfekt geeignet, um auch den anspruchsvollsten Tauchbedingungen standzuhalten.
Dank ihrer wasserdichten Eigenschaften bis zu einer Tiefe von 300 Metern können Sie sich voll und ganz auf die CWC Diver’s Watch Automatic verlassen, egal ob Sie professioneller Taucher sind oder einfach nur gerne Zeit am Wasser verbringen. Das klare Zifferblatt und die leuchtenden Indizes sorgen zudem für eine hervorragende Ablesbarkeit, auch unter Wasser.
Mit einer CWC Diver’s Watch Automatic machen Sie definitiv eine gute Investition in eine hochwertige und langlebige Taucheruhr, die Ihnen in jeder Situation treu zur Seite stehen wird.
CWC – Eine Armbanduhr die auf Understatement setzt
Zu Beginn meiner Uhrenleidenschaft hatte ich diese Marke nicht auf dem Schirm. Früher oder später stößt aber jeder, der sich für Armbanduhren interessiert darauf. So auch ich.
Vor allem die Story über die Ablöse der Rolex Milsub hatte es mir angetan und ich begann mich näher damit zu beschäftigen. Ich wollte schon längere Zeit eine Military und hatte mir auch schon Omega und Hamilton angeschaut, mich aber nicht dazu durchgerungen eine zu kaufen.
Mit der Story der CWC und gerade weil sie so unbekannt ist, gefielen mir diese Uhren. So landete ich bei der CWC 1970 re-make mechanical chronograph der RAF.
Ich wollte den CWC RAF 1970 Re-Make Chronograph, einen Nachbau des klassischen Luftwaffenchronographen, der in den 1970er-Jahren ursprünglich für die britische Regierung gefertigt wurde.
In dieser Uhr arbeitet das mechanische Handaufzugswerk Valjoux ETA 7760 – im Grunde eine Handaufzugsversion des bekannten 7750, bei dem der Automatikteil entfernt wurde. Das Werk verfügt über 29 Jewels und ist zusätzlich modifiziert, wobei ich über die genauen Details dieser Modifikationen leider nichts in Erfahrung bringen konnte.
Das Zifferblatt bietet bei 3 Uhr einen 30-Minuten-Chronographenzähler und bei 9 Uhr die kleine Sekunde. Das Edelstahlgehäuse ist mit Acrylglas sowie festen Bandstegen ausgestattet. Geliefert wurde meine Uhr an einem NATO-Band samt Zertifikat, das bestätigt, dass sie vollständig in der Schweiz aus Schweizer Teilen gefertigt wurde.
Die Geschichte mit den festen Bandstegen
Da ich die Uhr mit einem klassischen Lederband tragen wollte, mussten die festen Federstege raus. Das schien mir kein großes Problem. Ich zwickte daher die Federstege mit einem Seitenschneider durch und wollte diese entfernen. Leider war das nicht möglich, weil diese fest eingelötet sind. Erst ein befreundeter Uhrmacher half mir aus dieser Misere und hat für mich die Stege entfernt und herkömmliche Federstege montiert.
TIPP: Ich rate jedem davon ab, das bei einer CWC selbst zu versuchen!
Fazit
Ursprung und Philosophie
Die 1972 von Ray Mellor gegründete Cabot Watch Company (CWC) entstand aus dem Rückzug von Hamilton als Ausrüster des britischen Militärs. CWC schloss diese Lücke zielgerichtet und etablierte sich als offizieller Lieferant für das britische Verteidigungsministerium. Bis heute steht die Marke für kompromisslose militärische Zweckmäßigkeit, Schweizer Präzisionsfertigung und pragmatisches Understatement – abseits von zivilem Luxusmarketing.
Militärische Meilensteine
Über Jahrzehnte hinweg prägte CWC die Zeitmessung der British Army, Royal Navy und Royal Air Force. Zu den prägendsten Meilensteinen gehören die Einführung der W10 als Standard-Feldarmbanduhr sowie die historische Ablösung der kostspieligen Rolex MilSub bei den Marinetauchern im Jahr 1980. Durch den späteren Wechsel auf moderne Quarzwerke setzte CWC zudem Maßstäbe in Sachen Robustheit und Wartungsfreundlichkeit im aktiven Dienst.
Funktionale Details und Modellvielfalt
Das Sortiment zeichnet sich durch charakteristische Spezifikationen aus, die speziell für den Feldeinsatz entwickelt wurden: Feste Bandstege für NATO-Armbänder, hochgradig ablesbare Zifferblätter mit Acrylglas, hohe Wasserdichtigkeit sowie praktische Features wie separate Servicedeckel für schnelle Batteriewechsel. Neben aktuellen Dienstuhren führt die heute zu Silvermans gehörende Marke auch begehrte Neuauflagen historischer Ikonen, etwa die Re-Makes der RAF-Luftwaffenchronographen aus den 1970ern.
Gesamtfazit für Enthusiasten
CWC ist eine echte Insider-Marke für Liebhaber funktionaler Werkzeuguhren. Anstatt auf Statussymbole zu setzen, überzeugt die Marke durch authentische Militär-DNA, historische Relevanz und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie bietet Sammlern und Werkzeuguhren-Fans eine ideale Kombination aus echter Geschichte, Schweizer Qualität und unaufgeregter Funktionalität.
Foto: uhrtipps.com