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Lohnt es sich, eine Armbanduhr reparieren zu lassen?

Wer daran denkt, eine Armbanduhr reparieren zu lassen, sollte sich eine Kostenschätzung einholen und den Nutzen abschätzen.

Da wir diese Frage in den letzten Monaten einige Male gestellt bekommen haben, wollen wir in diesem Artikel der Antwort auf den Grund gehen.
Das hängt natürlich in erster Linie von der Uhr ab und vom Defekt, den es zu beheben gilt. Bei modernen und günstigen modischen Quarzuhren wird alles was über einen Batterietausch geht vermutlich schon unter Totalschaden fallen. Meist sind solche Quarzwerke Wegwerfprodukte und eine neue Uhr ist günstiger als der Tausch des Werks samt den Kosten des Uhrmachers.

Hochwertige Armbanduhren reparieren

Anders sieht das aber bei hochwertigen Quarzuhren namhafter Hersteller aus. Davon abgesehen, dass solche Uhren sehr selten defekt werden und extrem lange Laufzeiten haben, wird der Hersteller in den meisten Fällen auch dafür sorgen können, dass die Armbanduhr wiederbelebt wird. Fragen Sie aber immer vorher nach einer Kostenschätzung und wägen Sie von Fall zu Fall ab.
Bei den mechanischen Armbanduhren ist die Lage wiederum anders. Diese sind ja aufgrund der mechanischen Teile prädestiniert für eine Reparatur. Hier gilt es aber zu unterscheiden, um welche Reparatur es geht und wie alt die Uhr ist.

Da eine mechanische Uhr sowieso von Zeit zu Zeit eine Wartung benötigt (wir zählen auch das als Reparatur), kann es sein, dass eine Reinigung der Teile des Werks und/oder einige Tropfen Öl an der richtigen Stelle bereits reichen, um die Armbanduhr wieder gewohnt Ihren Dienst verrichten zu lassen. In diesem Fall gilt es zu entscheiden, ob Sie die Uhr direkt zum Hersteller senden, oder zu einem zertifizierten Uhrmacher, oder aber zu einem freien Uhrmacher gehen.

Beim Hersteller haben Sie das Sorglos-Paket, denn falls es noch Ersatzteile gibt, hat diese der Hersteller auf jeden Fall. Auch alle Pläne, Zeichnungen (wie diverse Ölpläne) sind beim Hersteller sicher vorhanden.

Wie oder wo kann ich meine Armbanduhr günstig reparieren lassen, bzw. kann ich meine mechanische Uhr selbst reparieren?

Eine Armbanduhr ist mehr als nur ein Schmuckstück. Es handelt sich um ein Produkt, welches tagtäglich am eigenen Körper getragen wird, um einen jeden Tag einfacher bestreiten zu können. Beim Ausfall einer Uhr sollte diese nicht direkt entsorgt werden. Besonders alte Uhren, die bereits Jahrzehnte bestehen und oft als Sammlerstücke gelten, müssen fachmännisch repariert werden. In einigen Fällen, wenn lediglich das Armband einer Uhr nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, kann ein eine Uhrenwerkstatt aufgesucht werden. Es muss sich nicht zwingend um eine Werkstatt der Uhrenmarke handeln. Es reicht bereits aus, eine Uhr Reparatur bei sogenannten Uhrkliniken vornehmen zu lassen.  
Funktioniert eine Uhr nicht wie am Tag der Anschaffung, muss die Ursache für das nicht-Funktionieren der Uhr gefunden werden. Es ist wichtig für Fachmänner zu wissen, ob die Uhr hingefallen ist oder anderweitig beschädigt wurde. Zudem ist die Herkunft des Produkts wichtig, damit im Ernstfall entsprechende Ersatzteile bestellt werden können. 

In Deutschland sind noch immer viele Uhren aus der DDR-Produktion im Umlauf. Diese haben ihre eigenen Ersatzteile, die oft nicht mehr lieferbar sind und nicht mehr vertrieben werden. Große Uhrenkliniken können allerdings auch dieses Problem lösen. Damenuhren, Herrenuhren, Wanduhren, Taschenuhren, Taucheruhren und andere Produkte können durchgehend in Uhrenkliniken zu fairen Preisen repariert werden. Müssen besonders alte Uhren repariert werden, sollte eine antike Uhrenreparatur in Anspruch genommen werden. Zu antiken Modellen gehören sogar Sanduhren, Turmuhren und Fünf-Minuten-Uhren, die vor vielen Jahrzehnten hergestellt worden sind.
Eine Uhr Reparatur setzt die Frage voraus, ob es sich wahrhaftig lohnt, die Uhr reparieren zu lassen. Bei einfachen Uhren, die mit Batterien betrieben werden, ist eine Reparatur in der Regel unspektakulär. Uhren mit einem hohen Wert sollten hingegen eher in einer Uhrklinik repariert werden. Vergoldete Uhren sowie Erbstücke hängen den Besitzern besonders am Herzen. Bei einer Reparatur sollte darauf geachtet werden, dass eine unsachgemäße Behandlung der Uhr und des Uhrenwerkes zu Schäden führen kann. Um den Schaden an einer Uhr zu entdecken, stehen dem Uhrmacher die modernsten Techniken und Technologien zur Verfügung, wodurch der Schaden schnell entdeckt werden kann. Öle müssen in gewissen Zeitabständen gewechselt werden, damit die Uhr besser laufen kann. Nach vielen Jahren der Nutzung können die Öle ranzig werden und das komplette Uhrwerk lahmlegen. Hochwertige Uhren sollten aus diesem Grund regelmäßig zur Inspektion gebracht werden. Sogar wasserdichte Uhren sollten einmal jährlich überprüft werden, um eine Uhr Reparatur zu verhindern. Gummidichtungen sowie Öle sollten alle fünf Jahre kontrolliert und ausgewechselt werden. Jedoch stellen fünf Jahre die Höchstgrenze dar. 

Beim freien Uhrmacher kann es passieren, dass er manche Ersatzteile nicht mehr bekommt und auch für manche Uhren keine Pläne vorhanden sind und er Uhrmacher dann nach Gefühl vorgeht. Der zertifizierte uhrmacher wiederum muss regelmäßig Schulungen beim Hersteller machen, die dafür sorgen, dass er diese Uhren auch warten und reparieren kann.

Reparatur beim Hersteller, beim zertifizierten Uhrmacher oder beim freien Uhrmacher

Und genau so gestalten sich auch die Preise. In der Regel wird der Hersteller eine Pauschale verlangen, die am höchsten ist, während der freie Uhrmacher am günstigsten kalkulieren kann.
Fragen Sie auch hier immer vorher nach dem Preis oder zumindest einer Kostenschätzung und bedenken Sie auch, dass der zertifizierte uhrmacher und der Hersteller Ihnen auch nach erfolgtem Service oder Reparatur erneut eine Garantie auf die Armbanduhr einräumen.
Falls Sie eine sehr alte Uhr haben, um die es geht, wird die Sache noch aufwendiger und sehr oft übersteigen die Kosten einer Reparatur oder Restaurierung den Neuwert einer äquivalenten Armbanduhr. Geht es aber um alte Familienstücke, oder Uhren, mit denen Sie ein Erlebnis oder eine Geschichte verbinden, wird sich die Fragen des OB nicht stellen. Es geht nur um die Frage des WER und WO. Bei alten mechanischen Uhren kann das Werk selbst defekt sein, gebrochen Zähne, defekte Spirale, aber auch das Gehäuse, das Glas oder das Zifferblatt können Beschädigungen aufweisen.
Bedenken Sie, dass viele Firmen sich auf Teilbereiche spezialisiert haben. So müssen Sie vermutlich das Zifferblatt von jemand anders restaurieren lassen, als das Uhrwerk.
Sind die Schäden zu groß, müssen Sie die Entscheidung treffen, welche Teile aus Kostengründen getauscht werden. So gibt es durchaus Gehäuse, Zifferblätter und Zeigerspiel zum Nachkaufen. Auch das gesamte Werk kann aus einer anderen Uhr verwendet und umgebaut werden. Aber die Uhr ist dann nicht mehr original. Es passen eventuell die Seriennummern nicht mehr zueinander, oder es verändert sich der Charakter der Uhr. Diese Entscheidung ist immer eine Gratwanderung und wenn Sie daran denken, die Uhr zu einem späteren Zeitpunkt wieder veräußern zu wollen, so sollten Sie die Uhr so viel als möglich in Ihrem Originalzustand lassen.

Eine Warnung: Versuchen Sie nicht selbst am Uhrwerk einer alten mechanischen Armbanduhr herumzuschrauben und den Defekt zu finden. In den meisten Fällen verschlimmern Sie die Lage für den Uhrmacher, der später die Uhr reparieren soll. Bedenken Sie, dass ein Uhrmacher eine lange Ausbildung erhalten hat und dazu noch langjährige Erfahrung benötigt, um sich an alte und exclusive Stücke zu wagen. Sollten Sie unbedingt selbst Erfahrung sammeln wollen, kaufen Sie sich eine günstige alte mechanische Armbanduhr aus einem der einschlägigen Marktplätze


Zuletzt überarbeitet:  1. September 2020