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Funk Armbanduhr

Technik zur präzisen Zeitanzeige

Funkuhren basieren auf einer technischen Innovation, die 1967 von Wolfgang Hilberg, einem Mitarbeiter der Firma Telefunken, als Patent angemeldet wurde. Nachfolgend zum Professor für Elektrotechnik an der TH Darmstadt berufen, konstruierte Hilberg 1972 die ersten Funkuhren. Es handelte sich damals um Tischuhren. Bis zur Funk Armbanduhr war es ein weiter Weg.

Funkuhren stoßen häufig bei Freunden der Technik auf Interesse, und werden deshalb vor allem von Technik-affinen Personen verwendet. Da die Begeisterung für Technik bei Männern tendenziell stärker ausgeprägt ist als bei Frauen, finden Funk Armbanduhren vor allem in der Männerwelt Anklang.

Wie funktioniert das, bzw. welche Technologie steckt dahinter?

Unter anderem für den Rundfunk und für die Funknavigation werden Langwellensender betrieben, die das Zeitsignal aussenden. Das Zeitsignal wird im Sekundentakt ausgestrahlt, und wird von der Funkuhr empfangen. Auf dieser Grundlage wird die Zeitanzeige von der Funkuhr ständig nachjustiert. Funkuhren müssen deshalb nicht manuell nachgestellt werden. Es gibt also im Prinzip einen sehr genau gehende Uhr. Einen Sender, der diese genaue Uhrzeit sendet und einen Empfänger, der diese genaue Uhrzeit empfängt und anzeigt (in unserem Fall die Funk-Armbanduhr)

Zur Funktionsweise von Funkuhren findet sich ein interessanter Blog-Beitrag auf Uhren-Ass: www.uhren-ass.de/blog/845-wie-funktioniert-eine-funkuhr/

Gibt es auch flache Funkuhren für das Handgelenk?

Nach der Entwicklung der Funkuhr durch Wolfgang Hilberg, bedurfte es erheblicher weiterer Entwicklungsfortschritte, um die Funkuhr-Technik auf Armbanduhr-Größe zu bringen. Die erste Funk Armbanduhr wurde 1990 von Junghans auf den Markt gebracht. Es handelt sich um die Junghans MEGA 1, die über eine digitale Anzeige verfügt. 1991 kam die Junghans MEGA 2 auf den Markt, die mit analogem Zifferblatt ausgestattet ist. Junghans ist ein traditionsreicher deutscher Uhrenhersteller. Das Unternehmen wurde 1861 von Erhard Junghans (1823-1870) in Schramberg im Schwarzwald gegründet, und 1956 durch die Unternehmensgruppe Diehl in Nürnberg übernommen.

Welche Hersteller haben solche Armbanduhren im Angebot?

Heute haben viele Uhren-Hersteller auch Funk Armbanduhren im Angebot. Junghans gilt bis heute als die führende Marke. Aber Funk Armbanduhren müssen heute nicht mehr teuer sein. Der traditionsreiche japanische Hersteller Casio deckt ein relativ breites Preisspektrum ab, und hat sowohl preiswerte als auch höherpreisige Modelle im Angebot. Ein schöne Übersicht findet man unter den Uhren bei Diemer. Vor allem preiswerte Modelle werden von Master Time, Pearl, Zeit-Bar und vielen anderen angeboten.

Lieber klassisch oder doch sportlich?

Bei Armbanduhren im Allgemeinen gelten verschiedene Designs als stilprägend. Als klassisch bezeichnet man, was die Zeiten überdauert. Klassisches Design lässt sich nicht auf Modetrends ein, ist schlicht gehalten, und verzichtet auf überflüssige Konturen und Akzente. Sportliches Design dagegen setzt auf ein kraftvolles Erscheinungsbild. Hier findet man zahlreiche Konturen und Akzentuierungen. Zwischen klassisch und sportlich gibt es alle Arten von Zwischentönen.

Funk kombiniert mit Solar - Technik die begeistert

Die Funksolaruhr bietet den Vorteil, dass man sich nicht nur das Nachstellen, sondern auch den Batteriewechsel sparen kann. Die Technik wurde federführend durch den Diehl-Chef Karl Diehl (1907-2008) und dem Nürnberger Uhrensammler Karl Gebhardt (1927-2014) entwickelt. Die erste Funksolaruhr kam 1993 unter dem Namen Junghans MEGA SOLAR auf den Markt.

Funksolaruhren sind mit einem Akku ausgestattet, so dass sie in Betrieb bleiben können, auch wenn sie nicht mit Sonnenlicht in Kontakt kommen. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Dunkellaufzeit oder der Dunkelgangreserve. Die eingesetzten Akkus sind von unterschiedlicher Qualität. Je hochwertiger die Uhr ist, desto länger kann die Uhr ohne Sonnenlicht laufen. Auch die Lebensdauer eines Akkus hängt von seiner Qualität ab. Aber selbst bei preiswerten Funksolaruhren sollte der Akku mindestens ein Jahrzehnt halten. Bei hochwertigen Modellen hält der Akku normalerweise mehrere Jahrzehnte. Die ersten Solaruhren kamen (damals noch ohne Funk) in den 1980er Jahren auf den Markt, und Qualitätserzeugnisse dieser Zeit laufen häufig bis heute mit dem alten Akku. Hinzu kommt natürlich, dass heutige Akkus um Klassen besser sind als damalige, und damit auch eine noch höhere Lebensdauer haben dürften. Ferner kann der Akku, wenn er eines Tages dann doch das Ende seiner Lebensdauer erreicht, meist von Fachleuten ausgetauscht werden.

Benötige ich auch GPS?

Bei GPS (Global Positioning System) handelt es sich um ein Positionsbestimmungssystem, das auf dem Empfang präziser Zeitsignale von Satelliten basiert. GPS-Daten können von Funkuhren zur Zeitanzeige genutzt werden. Funkuhren die GPS-Signale statt den Signalen von Langwellensendern empfangen, werden GPS-Uhren genannt. GPS-Uhren sind in erster Linie interessant für Nutzer, die neben der Zeitanzeige weitere Daten abrufen möchten. Vor allem bei Dauerläufern sind GPS-Uhren sehr beliebt, da sie auch zur Positionsbestimmung genutzt werden können. So kann die GPS-Uhr während des Laufens die zurückgelegte Distanz messen. Speziell für Läufer ausgelegt, sind die meisten GPS-Uhren aber heute mit diversen weiteren Funktionen ausgestattet. Sie messen die aktuelle Geschwindigkeit, und zeigen die Durchschnittsgeschwindigkeit an. Darüber hinaus messen sie sogar die Herzfrequenz und den Kalorienverbrauch.

Hier findet sich ein ausführlicher Artikel über die Rolle, die GPS-Uhren heute für den Laufsport spielen: https://www.hdsports.de/ausruestung/10-vorteile-und-nachteile-von-gps-uhren

Fazit

Wenn Sie nach einer neuen Armbanduhr suchen, und Wert darauf legen, die Zeit immer korrekt angezeigt zu bekommen, sind Funk Armbanduhren in jedem Fall eine interessante Option. Insbesondere die Variante der Funksolaruhr ist empfehlenswert, da im Fall von Batteriebetrieb die häufigen Batteriewechsel über die Jahre doch spürbar ins Geld gehen können. Bei batteriebetriebenen Armbanduhren kann - je nach Modell - alle zwei Jahre ein Batteriewechsel anstehen. Die Kosten für einen Batteriewechsel können ca. 7 Euro betragen. Bei einer hochwertigen Funksolaruhr sollten Sie von einer Lebenszeit von mindestens 40 Jahren ausgehen können. Wenn Sie eine batteriebetriebene Uhr verwenden, könnten Sie in dieser Zeit 140 Euro für Batteriewechsel ausgeben. Sehr empfehlenswert ist die Junghans Milano Mega Solar, die bei Amazon für 599 Euro angeboten wird. Es handelt sich um ein elegantes Modell in italienischem Design, mit bester Verarbeitungsqualität, und ausgezeichnet auch durch den Vorzug, dass Junghans-Uhren in Deutschland hergestellt werden. Die Dunkelgangreserve beträgt bei der Junghans Milano Mega Solar ganze vier Monate. Wenn Sie vom Kaufpreis 140 Euro für die nicht benötigten Batteriewechsel abziehen, erhalten Sie diese Uhr für 459 Euro. Wenn das kein Schnäppchen ist ...

Wenn Sie Dauerläufer sind, und ambitioniert trainieren möchten, könnten Sie mit Sicherheit auch von einer GPS-Uhr erheblich profitieren. Unter den GPS-Uhren wird die Garmin Forerunner 945 in Testberichten besonders gut bewertet. Diese Uhr wird bei Amazon für 475,77 Euro angeboten. Es handelt sich allerdings nicht um eine Solaruhr. Bei GPS-Uhren stehen eher die sportrelevanten Zusatzfunktionen im Vordergrund.


Zuletzt überarbeitet: 19. Juli 2021