Die Monduhr, Omega Speedmaster Professional

Von den ersten Tests der Monduhr durch die NASA bis zur Mondlandung mit Armbanduhr.

Sehr oft wird die Frage nach der oder einer Monduhr gestellt und viele wissen nicht genau, was das für eine Uhr ist. Es ist keine Armbanduhr, die auch eine Mondphase anzeigen kann, wie man jetzt vermuten könnte, sondern es handelt sich um eine Armbanduhr der Marke Omega, welche ungeschützt an der Hand der Astronauten bei der ersten Mondlandung dabei war.
Der richtige Name der Monduhr oder auch Moon Watch ist Omega Speedmaster (seit 1965 Omega Speedmaster Professional) Diese Armbanduhr wurde 1957 vorgestellt und niemand ahnte damals, welchen großen Erfolg diese Armbanduhr später einmal verzeichnen würde. Denn die NASA suchte eine Armbanduhr genauer einen Chronographen als offiziellen Ausrüstungsgegenstand. Es gab eine Ausschreibung und der Überlieferung nach wurden Modelle von Longines, Wittnauer, Rolex und eben Omega den zuvor festgeschriebenen Tests der NASA unterzogen:

Alle Uhren mussten extreme Temperaturen, hohe Druckschwankungen, heftige Beschleunigungen und strake Vibrationen aushalten. Dabei schnitt die Omega Speedmaster am besten bei allen Tests ab und wurde 1965 Ausrüstungsgegentand der NASA bei Ihren Flügen ins Weltall. Schon am 3.Juni 1965 wurde eine Omega Speedmaster bei der Gemini-4-Mission von Edward H. White getragen. Er machte damit einen Weltraumspaziergang und trug die Armbanduhr ungeschützt außen an seinem Weltraumanzug. Die Uhr war dabei extremen Bedingungen ausgesetzt, wie Vakuum und sehr hohe bzw. sehr tiefe Temperaturen.

Der erste Mensch auf dem Mond war Neil Armstrong, der am 21.Juli 1969 die Landefähre verließ. Allerdings hatte er seine Omega Speedmster Professional in der Landefähre gelassen, weil die Borduhr defekt war. Damit stand es Edwin „Buzz“Aldrin zu, zwar nur als zweiter die Mondoberfläche zu betreten, aber als erster eine Omega Speedmaster Professional auf den Mond zu tragen.
Auch bei der legendären Apollo-13 Mission spielte die Monduhr eine bedeutende Rolle. Am dritten Tag nach dem Start explodierte einer der Sauerstofftanks und die Mission musste abgebrochen werden. Alle Anlagen an Bord wurden auf Notfallversorgung umgestellt und nur die lebenswichtigen Geräte mit Strom versorgt. Die Flugbahn wurde daraufhin in die Umlaufbahn des Mondes gelenkt und im Funkschatten des Mondes mussten die Triebwerke 14 Sekunden lang eingeschalten werden, um die korrekte Flugbahn zu erreichen. Eine Abweichung von 10Prozent hätte das Raumschiff auf einer Bahn bei der Erde vorbei in den Weltraum gelenkt. Da die Borduhr auch elektrisch versorgt und damit abgeschalten war, musste diese heikle Zeitspanne mit der Speedmaster Professional gemessen werden. Kurz gesagt: Alle drei Astronauten landeten sicher auf der Erde.

1972 wurde auf Druck der Firma Bulova eine weitere Testreihe an 16 verschiedenen Chronographen durchgeführt. Wieder war die Speedmaster Professional die genaueste und robusteste Armbanduhr unter allen Kandidaten. Ein Detail am Rande: Beim versöhnlichen Apollo-Sojus Treffen sah man die Omega Speedmaster Professional nicht nur an den Handgelenken der amerikanischen Astronauten sondern auch die sowjetischen Kosmonauten trugen eine Moon Watch.

Seit dem hat sich die Omega Speedmaster Professional nur wenig verändert. Sie wird nach wie vor gebaut und auch verkauft. Lediglich kleinere Korrekturen an der Lunette und an den Zeigern wurden vorgenommen. Das Kaliber war ursprünglich ein Kaliber 321 und danach ein Kaliber 861. Die Armbanduhr ist aber nach wie vor eine Armbanduhr mit Handaufzug.

Schlagworte: Monduhr, Moon Watch, Omega Speedmaster Professional, Speedy

Zusammengefasst: Bei der Monduhr handelt es sich um einen Chronographen der Firma Omega, genauer um den Speedmaster Professional. Diese Armbanduhr war die erste und einzige auf dem Mond.

Weitere Infos zur Speedmaster Professional - Speedy finden Sie auch auf den Seiten des Herstellers: http://www.omegawatches.com/de