Quarzuhr oder mechanische Armbanduhr

Quarzuhr oder mechanische Armbanduhr. Lohnt es die deutlich teurere Variante in Form der mechanischen Armbanduhr zu kaufen

Der Sammler bevorzugt mechanische Uhren, aber Quarzuhren können durchaus eine Alternative sein. Schaut man sich auf dem Markt der exklusiven Armbanduhren um, kann man eines feststellen. Mechanische Armbanduhren (also Uhren ohne Batterie, die mit einer Feder arbeiten) sind durchwegs teurer als ihre gleichwertigen Kollegen in Quarzausführungen. Was auf den ersten Blick verwundern mag, sind doch die Quarzuhren meist genauer und auch wartungsfreundlicher. Schließlich muss man für eine Revision einer Markenuhr einige hundert Euro veranschlagen, während es bei einer Quarzuhr mit einem Batteriewechsel getan ist. Rein äußerlich unterscheiden sich Quarzuhren auch nicht von ihren mechanischen Kollegen.

Ein Unterschied ist nur festzustellen, wenn die Uhr einen Glasboden hat, der die Sicht auf das Werk freigibt, denn wer öffnet schon seine Armbanduhr und einen Blick auf das Werk zu werfen. Gut, zugegeben, einen kleinen Unterschied gibt es schon. Bei den Quarzuhren bewegt sich der Sekundenzeiger konstruktionsbedingt in Sekundenschritten, während die Abstufungen bei einer mechanischen Uhr feiner sind.
Warum also sind die mechanischen Armbanduhren teurer, als die Quarzuhren, obwohl die Quarzuhren meistens bessere Gangwerte haben?
Wir denken, hier wird der zum einen das Werk an sich eingepreist. Ein mechanisches Werk ist aufwendiger herzustellen und kostet mehr, als ein Quarzwerk. Zum anderen aber wird unserer Meinung nach auch der zu erzielende Erlös für einen etwaigen Verkauf der Uhr bereits eingepreist. Mechanische Uhren lassen sich auf dem Gebrauchtmarkt schneller und teurer verkaufen, als Uhren mit Quarzwerk. Raten wir nun zum Kauf einer mechanischen Uhr oder einer Quarzuhr? Diese Frage kommt an dieser Stelle immer…
Das kann man generell nicht sagen. Wer nur Wert auf eine schöne Uhr legt, welche genau geht und pflegeleicht ist, der sollte zu einer Quarzuhr greifen. Wem es auch wichtig ist, was für ein Antrieb in der Uhr ist, bzw. wer daran denkt die Uhr später wieder zu verkaufen, der ist vermutlich mit einer mechanischen Uhr besser beraten. Bedenken Sie auch, dass eine mechanische Uhr Aufgezogen werden muss, auch wenn Sie diese nicht tragen. Sonst bleibt die Uhr stehen und muss vor dem nächsten Tragen wieder neu eingestellt werden. Dies lässt sich zwar mit einem Uhrenbeweger umgehen, aber auch der kostet wiederum Geld.
Für den Sammler von Armbanduhren stellt sich diese Frage ohnehin nicht. Denn der weiß in der Regel ganz genau, welche Uhr er haben möchte und welche zu seiner Sammlung passt. Und selbst die eingefleischten Sammler mechanischer Uhren greifen manchmal auch zu einer Quarzuhr, wenn Ihnen das Gangverhalten und einfachere Handhabung bzw. Pflege wichtig sind.