Das Gehäuse-Material der Uhr prüfen

Material des Uhren-Gehäuse prüfen: Das Gehäusematerial einer Armbanduhr sollten Sie aber schon einer eingehenderen Prüfung unterziehen.

Das Gehäuse einer Uhr bedarf einer sehr eingehenden Überprüfung, bevor Sie eine Uhr kaufen. Zuerst wirft man einen Blick auf das Material des Gehäuses. Ist das Gehäusematerial ein nichtedles Metall. Nichtedle Metalle für Uhren sind bespielsweise Edelstahl, Nickel, Neusilber oder Staybrite. Das Metall kann monometallisch sein, oder es kann auch eine Legierung sein. Oder ist das Gehäuse aus einem Edelmetall wie Gold, Silber oder Platin. wobei die Edelmetalle in unterschiedlichen Feinheitsgraden vorkommen können. Es geht hier nicht nur den Materialwert des Gehäuse. Infolge von Modetrends und der Nachfrage können nichtedle Metalle begehrter und damit teurer sein, als gleichwertige Gehäuse aus Edelmetall. So gibt es derzeit eine große Nachfrage nach Armbanduhren in Stahl und die Preise für solche Uhren sind durchaus um einiges höher als gleichwertige Uhren mit einem Gehäuse aus Gold.

Es gibt auch mehrschichtige Gehäuse, bei denen ein Trägermaterial wie beispielsweise Stahl, Messing, oder aber auch eine Legierung verwendet wird. Auf dieses Trägermaterial wird dann meist eine dünne Schicht Edelmetall aufgebracht.

Für das Aufbringen dieser dünnen Schicht (Beschichtung genannt) gibt es nun auch wieder verschiedene Verfahren. Der einfachste und billigste Weg ist es einen galvanischen Überzug zu machen. Hier wird das Grundmetall in einem elekrolytischen Bad beschichtet. Solch ein Überzug ist sehr dünn (meist unter 10 Mikron). Daher wird der galvanische Überzug eher bei den billigeren Gehäusen angewandt. Wenn der Überzug etwas dicker ist, wird er als "Plaque" bezeichnet. Ein anderes gängiges Verfahren ist es, auf das Grundmetall eine dünne Goldplatte aufzuschweißen oder aufzuwalzen. Dieses nennt man dann "Double" oder "Walzgold-Double". Das Gehäuse wird dann aus dieser Platte gefertigt. Sehr oft wird dieses Gehäuse dann nochmals zusätzlich beschichtet. Die Dicke der Schicht beträgt bei diesem Verfahren 20 Mikron. Ein weiteres Verfahren besteht darin, daß auf beiden Seiten des Grundmetalls eine Goldschicht aufgewalzt wird (goldfilled). Hier wird dann sehr oft der Goldfeingehalt angegeben z.b. 14k Goldfilled. Manche Uhren sind auch verchromt. Wir wollen an dieser Stelle nicht auf die diversen Nachteile von verchromten Gehäusen eingehen.