Rolex, Schweizer Hersteller hochwertiger Armbanduhren

Rolex ist vermutlich die am meisten bekannte Marke und einer der größten Schweizer Uhrenhersteller

Rolex ist einer der größten Schweizer Uhrenhersteller, der Uhren im gehobenen Preissegment produziert. Derzeit ist Rolex eine der meistimitierten Uhrenmarken auf der ganzen Welt. Gegründet wurde das Imperium von Hans Wilsdorf, der im Jahr 1900 in die Schweiz ging. Dort bestellte er bei Uhrmachermeistern Taschenuhren und exportierte diese nach Großbritannien. Nach dem großen Erfolg entschloss er sich 5 Jahre später für die Selbstständigkeit. In London gründete er die Firma Wilsdorf & Davis, jedoch trugen die Uhren den Namen Rolex.

Rolex war das erste Unternehmen, welches den Markennamen auf das Zifferblatt schrieb. Über dem Namen der Marke ist immer eine fünfzackige Krone zu finden, die jedoch erst zu Beginn der 40er Jahre hinzugefügt wurde. Offiziell registriert wurde der Markenname im Jahr 1908. Lange vor den Konkurrenten erkannte Wilsdorf den künftigen Erfolg von Armbanduhren, die bis nach 1920 sehr wenig verbreitet waren. Die meisten Anbieter gingen davon aus, dass das Gehäuse der Armbanduhren zu klein sei und das Werk niemals ganz genau laufen könnte. Rolex bewies jedoch das Gegenteil, da Wilsdorf für derartige Uhrenwerke Ganggenauigkeitszeugnisse erhalten hat. Die erste patentierte wasserdichte Uhr wurde 1926 mit dem Namen "Oyster" präsentiert. Ein Jahr später durchschwamm die Engländerin Mercedes Gleitze den Ärmelkanal mit diesem Modell.

Daraufhin machte Wilsdorf seine Uhr auf der ganze Welt bekannt und überzeugte die Menschen von der technischen Qualität. Knapp vorm Erreichen der französischen Küste scheiterte der Versuch jedoch aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse. Die Uhr hatte jedoch alles gehalten, was Wilsdorf zuvor versprach. Sie lief nach vielen Stunden im eiskalten Wasser noch genau so wie zuvor. Für etwa 4000 Pfund lancierte Wilsdorf daraufhin eine Werbeanzeige auf dem Titel der bekannten Tageszeitung Daily Mail. Schlagartig wurde die Firma bekannt, sodass Rolex immer mehr Abnehmer fand. Eine wasserdichte Automatikuhr wurde erstmals im Jahr 1931 vorgestellt. Im Jahr 1953 entwickelte Rolex ein ganz besonderen Uhrenmodell. Für die Ersterklimmung des Mount Everest wurde das Explorer Modell hergestellt, welches Temperaturunterschiede von bis zu 70°C locker weg stecken konnte. Ein überarbeitetes Modell wurde im Jahr 2007 vorgestellt. Das Modell Daytona, welches 1961 vorgestellt wurde, fand besonders hohe Popularität. Dieses wurde vor allem wegen dem Schauspieler Paul Newman bekannt. Vor allem die Variante mit Stahlgehäuse war sehr beliebt.

Weiterhin gehörte Rolex zu dem Kartells, das sich mit den Japanischen Uhrenherstellern den Wettlauf um die erste Quarz-Armbanduhr lieferte. Die Europäer stellten ihre Quarzuhren 1970 vor, wodurch sie knapp gegen die Japaner verloren. Rolex präsentierte das Modell Quartz Date mit einem modifizierten Beta 21 Kaliber. Die Firma konnte kein Oyster Gehäuse verwenden, da die Werksform vorgegeben wurde. Eine besondere Eigenschaft des Beta 21 Kalibers war die Frequenz des Sekundenzeigers. Dieser lief mit beachtlichen 256 Hertz über das Zifferblatt. Somit konnten keine sichtbaren Einzelbewegungen erkannt werden. Für das Auge schwebt der Zeiger über das Zifferblatt.

1973 entwickelte Rolex sein ganz eigenes Quarzwerk, das in einem Oystergehäuse angeboten wurde. Fünf Jahre später wurde die so genannte Oysterquarz mit dem Rolex Kaliber 5035 vorgestellt. Bis 2002 konnte dieses Modell bezogen werden. Alle Kaliber, die von der Firma hergestellt werden, werden von der COSC als Chronometer belegt.

Derzeit sind besonders Modelle, wie der "Cosmograph Daytona", die "Rolex Deepsea" und die "Rolex Datejust" beliebt. Das Datejust Modell wurde erstmals 1945 vorgestellt. Hier wird Eleganz mit Praktikabilität verbunden. Das Deepsea Modell setzt höchste Maßstäbe und ist die erste Wahl für alle Tiefseetaucher in den Weltmeeren. Der 1963 eingeführte Cosmograph Daytona wurde speziell für die Anforderungen von professionellen Fahrern entwickelt. Rennfahrern wird eine haargenaue Messung ermöglicht.